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Das Projekt „ToleranSZ“ vom 12.08.2019 bis zum 15.02.2020

Im Rahmen des Projektes ToleranSZ in Salzgitter hat die Hauptschule Am Fredenberg (HSF) in Zusammenarbeit mit der Stadt Salzgitter (Ansprechpartner: Herr Hendris) vielfältige Maßnahmen entwickelt mit den Zielen...

 

- die Toleranz unter Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften zu fördern,
- Diskriminierung zu verhindern,
- ein Demokratieverständnis zu schaffen
- und Rassismus zu bekämpfen.

Die HSF ist eine Schule mit einem stark belasteten Sozialgefüge im Rahmen der Schülerschaft. Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler kommt aus Familien mit Sozialleistungsbezug.

Die Kinderarmutsquote im Bereich Fredenberg liegt bei 43,9 %, 77 % der Kinder haben einen Migrationshintergrund. Für dieses von Vielfalt geprägte Gefüge bedarf es insbesondere klarer Strukturen, die das demokratische Miteinander stärken und ein respektvolles Zusammenleben trotz sehr heterogener Kulturen, Religionen und Lebensformen ermöglichen. Hierzu ist ein hohes Maß an Selbstreflexion aller Beteiligten nötig, um neben der eigenen Überzeugung tolerant mit den Ansichten des anderen umzugehen. Ein demokratisch geprägtes Miteinander lebt von den Stärken der Vielfalt und versucht aktiv und präventiv egoistischen und rassistischen Angriffen zu begegnen.

Daher war die Teilnahme am Projekt ToleranSZ als Anschub für verschiedenartige Projekte, die den Gedanken von „Demokratie und Toleranz“ in allen Jahrgangsstufen aktiv ansprechen, gedacht.

 

Maßnahmen im Projekt „ToleranSZ“

Maßnahme Nr. 1 Religiöse Exkursionen – ein Einblick in andere Kulturen

Es wurden mit den Schülerinnen und Schülern Besuche in verschiedenen Gotteshäusern durchgeführt. Der Jahrgang 5 besuchte den Dom in Braunschweig, der Jahrgang 6 eine bosnische Moschee in Hannover und der Jahrgang 7 die Synagoge in Braunschweig. Bei den Besuchen wurden die Schülerinnen und Schüler vor Ort von verantwortlichen Mitarbeitern der jeweiligen Gemeinde begleitet. Die Besonderheiten des Ortes wurden gezeigt und der Zusammenhang mit dem Glauben der Religionsgemeinschaft erläutert. Die Teilnehmer merkten vor Ort, dass es durchaus viele Gemeinsamkeiten bei aller Unterschiedlichkeit gibt.

Maßnahme Nr. 2 Exkursionen mit geschichtlichem Hintergrund

Der Jahrgang 10 besuchte bei einer Exkursion die Grenzdurchgangsstelle Marienborn und die Gedenkstätte Hötensleben. Es wurde den Schüler/innen deutlich, in welch starkem Maße die Machthaber in der DDR das Leben eingeschränkt haben und die Freiheit unterdrückt wurde. Der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur, Freiheit und Unfreiheit sowie die Auswirkungen auf die Menschen beiderseits der Grenze wurde spürbar. Ein tieferes Verständnis für die damaligen Verhältnisse konnte erreicht werden. 

Maßnahme Nr. 3 Demokratie und Toleranz in Hannover

Der Jahrgang 9 war auf Einladung des Abgeordneten Christoph Plett im Niedersächsischen Landtag zu Gast. Die Besichtigung des Sitzungssaals und die Diskussion mit dem Abgeordneten stand auf dem Programm. Herausragend war das zufällige Zusammentreffen mit Erzbischof Theodosios „Atallah Hanna" aus Jerusalem (griech.-orth.) und Dr. Yazid Shammout, Vors. der Paläst. Gemeinde Hannover sowie Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg, die sich Zeit für Gespräche mit den Schülern nahmen. Der Erzbischof ermutigte die Schüler/innen, sich aktiv einzubringen, verschiedene Glaubensgemeinschaften als gleichberechtigt zu betrachten und die vielfältigen Möglichkeiten für den Einzelnen in Deutschland zu erkennen und zu nutzen. Am zweiten Tag stand der Besuch der Gedenkstätte Ahlem an. Die jüdische, überregionale, internatsmäßige Bildungseinrichtung für Gartenbau und Handwerksberufe in Ahlem wurde in der Zeit des Nationalsozialismus als Judenhaus und Dienststelle sowie Gefängnis der Gestapo missbraucht.

Maßnahme Nr. 4 Autorenlesung und Workshop – Vorurteile abbauen

An zwei Terminen fanden Autorenlesungen mit anschließender Diskussion mit dem Autor Fadi Saad für die Klassen 5 bis 7 statt. Fadi Saad räumte mit Klischees und Vorurteilen gegenüber Nationalitäten, Religionen und anderen Kulturen auf. Er warb dafür, auf Respekt anstelle von Stolz und Ehre zu setzen. Er diskutierte mit den Schülern auf Augenhöhe. 

Maßnahme Nr. 6 Workshop „Poetry Slam“

An zwei Tagen fanden Workshops zu dem Thema Toleranz mit dem Poetry Slamer Tobias Kunze für Jahrgang 8 statt.
Der kreative Umgang mit der Produktion von Texten bot den Schülerinnen und Schülern eine neue Möglichkeit zu verbalisieren was sie unter den Themen Toleranz und Antirassismus verstehen.
Zudem ermöglichte das Präsentieren der selbstgeschriebenen Texte einen neuen Zugang zur Literatur.

Maßnahme Nr. 11 Gemeinsames Frühstück für alle – Gemeinschaft stärken

Jede Klasse kaufte selbst ein und bereitete etwas für das Schulfrühstück in Eigenregie vor. Unterhaltungen beim gemeinsamen Essen in lockerer Atmosphäre festigten den Zusammenhalt.

Maßnahme Nr. 12 Theaterprojekt für den 8. Jahrgang

In Zusammenarbeit mit dem Theaterpädagogischen Zentrum Hildesheim entwickelten die Schüler der 8. Klassen in einer Projektwoche kleine Theaterstücke, Szenen und Standbilder, die bei zwei aufeinander folgenden Aufführungen in der Kulturscheune der Stadt Salzgitter für alle Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte der HSF aufgeführt wurden. Inhaltlich zeigten die Klassen, was nach ihrer Meinung Toleranz bedeutet. Alle Texte und Szenen wurden selbst ausgedacht und ausgearbeitet. Das Selbstbewusstsein der Schüler/innen wurde gestärkt. Aufstehen gegen Intoleranz und Rassismus wird dadurch erleichtert.

Maßnahme Nr. 14 WPK Textil Werkstatt

Ein Wandteppich aus allen Flaggen der Herkunftsländer der HSF wird genäht. Zum Zeichen, wie vielfältig allein die Schülerschaft der Hauptschule ist, wie unterschiedlich die Herkunft. Dennoch finden sich alle in ihren Klassen zusammen und arbeiten und lernen gemeinsam.

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war maßnahmenabhängig. Bei schulexternen Aktivitäten lag die Teilnehmerzahl meist bei 40 bis 60 Schülerinnen und Schülern, da die Kapazitäten eines Reisebusses begrenzt waren. Bei schulinternen Aktivitäten wie zum Beispiel der Lesung, lag die Teilnehmerzahl bei etwa 30 bis 40 Schülerinnen und Schülern.
Es wurde darauf geachtet, dass jeweils möglichst viele Schülerinnen und Schüler an den Aktivitäten teilnehmen konnten. 
Insgesamt wurden von der bloßen Anzahl her 25 Lehrerinnen und Lehrer, ca. 20 Elternteile und alle Schülerinnen und Schüler erreicht.